Die Entführung und angedrohte Versklavung hunderter nigerianischer Mädchen und das Massaker an Einwohnern eines Dorfes durch die Gruppe Boko Haram haben einen weiteren Brennpunkt des islamistischen Terrors in den Fokus gerückt.

Seit einem Dutzend Jahren kämpft Boko Haram, eine sunnitische "Vereinigung für den Ruf zum Islam und den Dschihad", für einen Gottesstaat im Norden Nigerias. Sie zu stoppen - oder auch nur die entführten Mädchen zu befreien -, sieht sich der nigerianische Staat außer Stande. Dabei führt er seit einem Jahr eine Militäroffensive gegen die Terroristen.

Wenn sich Amerikas First Lady Michelle Obama jetzt vehement für die Befreiung der Mädchen einsetzt, ist dies eine nette solidarische Geste. Wichtiger wäre allerdings, wenn die USA die augenscheinlich nie versiegenden Geldströme zur Finanzierung solchen `islamistischen Expansionismus` stoppten. Über die Herkunft der Gelder dürfte man auch in Washington nicht im Zweifel sein.