Selbst schuld! Das klingt hart, ist aber abseits aller Emotionen und Sympathien für die SCM-Handballer die ungeschminkte Wahrheit. Der Zug Richtung Europa ist - wenn das Glück und vermeintliche Recht sich im Nachklang des umstrittenen Unentschiedens beim MT Melsungen nicht doch noch auf die Seite der Grün-Roten schlägt - ohne den Traditionsclub abgefahren.

Das Ärgerliche daran ist, van Olphen Co. hatten es selbst in der Hand, das EC-Ticket zu lösen. Trotz aller Unwägbarkeiten auf dem Weg zum Fahrkartenschalter - inklusive Verletztenmisere und Trainerwechsel - hatte sich das Team um Interimscoach Jungandreas aufgerappelt und fünf Spieltage vor Saisonende in der Warteschlange vorgearbeitet. Das vermeintlich leichtere Restprogramm schien maßgeschneidert, um Melsungen im Endspurt noch von Platz sechs zu verdrängen.

Dennoch verpasste der SCM den Zug. Der Ausrutscher in Wetzlar und der Stolperer gegen Gummersbach waren der Anfang vom Ende der Traumreise. Europa ade. Abfahrt!