Ein Paketkasten kann vor allem für Berufstätige ein Segen sein. Sie haben oft nicht die Zeit, auf den Boten mit der bestellten Ware zu warten. Das Service-Angebot von DHL ist für sie jedoch nur auf den ersten Blick bequem. Bestellen sie Ware bei einem Händler, der nicht mit der Post-Tochter zusammenarbeitet, landet diese weiterhin beim Nachbarn oder in der nächsten Filiale, wenn der Bote vergebens klingelt.

Ein Paketkasten für alle Logistikanbieter wäre da eher im Interesse der Kunden. Bei DHL hegt man aber offenbar das Kalkül, mit dem neuen Kundenservice der Konkurrenz auf dem umkämpften Markt das Wasser abzugraben. Das ist nicht nur ein unfreundlicher Schachzug gegen Hermes, GLS und Co., sondern könnte auch die unangenehme Folge haben, dass künftig vor jedem Haus mehrere Paketkästen verschiedener Anbieter stehen. Daher bleibt zu hoffen, dass sich die Logistikfirmen doch noch auf eine kundenorientierte Branchen-Lösung einigen.