Die Entscheidung über das Eisstadion in Schierke ist eine der schwersten, die der Wernigeröder Stadtrat jemals fällen musste. Die Arena ist zentraler Punkt der Ortsentwicklung und Standortfaktor für Investoren. Umso wichtiger ist es, dass die Politiker gründlich informiert in die Abstimmung am 20. Mai gehen. Bau- und Betriebskosten, die Kreditbelastung für den Wernigeröder Haushalt, Naturschutz-Aspekte und die Nähe zum nur zehn Kilometer entfernten Braunlager Eisstadion werfen aber immer noch viele Fragen auf.

Zudem werden die Stadträte kurz vor der Kommunalwahl gedrängt, für den Bau eines gigantischen Eisstadions zu stimmen, mit dem sich ihre am 25. Mai gewählten Nachfolger die nächsten Jahre beschäftigen müssen. Das Stadion ist zum wichtigsten Wahlkampfthema avanciert und wird von einzelnen Politikern ausgenutzt, um sich zu profilieren. Die Entscheidung muss unbedingt vertagt werden, um eine sachliche und gründliche Debatte zu ermöglichen.