Von diesem Wochenende an gibt es für die Welt einen Grund mehr, nach Sachsen-Anhalt zu kommen. Mit der Übergabe der wieder kompletten Dessauer Meisterhäuser an die Stiftung Bauhaus vermag dieses Land der Welt ein weiteres Stück seiner humanistischen Geschichte zu präsentieren. So etwas zieht an. Denn vieles, was die Bauhausmeister in Architektur, Gestaltung und Malerei entwarfen, schufen und lehrten, findet sich heute weltweit im Alltag wieder. So wirkt Geschichte in die Gegenwart. Aber auch in die Zukunft. Etwa, wenn sich in den Meisterhäusern Schüler engagieren sollen.

Wenn auch das Dessauer Kurt-Weill-Zentrum die neuen Häuser nutzen wird, ist dies durchaus ein Brückenschlag zum Kurt-Weill-Fest, das jährlich Künstler von Weltrang nach Dessau führt und schon längst ein Publikumsrenner ist.

Noch etwas: Das Anhaltinische Theater ist bei der Wiederöffnung der Meisterhäuser dabei. Kunst lebt zum großen Teil von Zusammenarbeit. Das erhält sie fruchtbar - Rotstifte allerdings nicht.