Matthias Puhle steht ab November an der Spitze des Magdeburger Kulturdezernates. Der Stadtrat bestellte den 59-Jährigen am Donnerstag zum neuen Kulturbeigeordneten der Landeshauptstadt. Eine gute Wahl.

Als Direktor der Magdeburger Museen (1991 bis 2012) hat der visionär begabte Puhle unter Beweis gestellt, dass er Begeisterung zu wecken versteht. Die einzige Klage, die über die von ihm entwickelte Ottonenschau 2001 hereinbrach, lautete: "Zu voll!" Ein regionales Museum darf sich solche Kritik selten gefallen lassen. Jetzt will Puhle Begeisterung für die Bewerbung Magdeburgs zur Kulturhauptstadt Europas wecken, die kulturpolitische Parole mit Leben füllen.

Puhle, noch Abteilungsleiter im Kultusminsterium, hat den Heimweg gesucht und gefunden. Dass er, Historiker von Hause aus, das Heil der Stadtkultur im neuen Amt nicht nur in der Stadtgeschichte suchen darf, sollte ihm bewusst sein. Dann taugt der Mann zum echten Hoffnungsträger für die Kulturhauptstadt Magdeburg.