Nach der Flutkatstrophe vor einem Jahr war klar: Die milliardenschwere Unterstützung von Bund und Ländern für die betroffenen Menschen sollte in dieser Dimension einmalig bleiben. Der Ruf nach einer Pflichtversicherung wurde laut. Richtig weit ist der Politikbetrieb mit seiner eigenen Ansage aber noch nicht gekommen. Die Justizminister sollen jetzt Vorschläge erarbeiten. Danach erst wird die Berliner Politik die Einführung prüfen.

Eine bezahlbare Pflichtversicherung ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Eigenvorsorge und Prävention. Wer in Überschwemmungsgebieten wohnt, muss sich ausreichend absichern. Wer dort bauen will, wird sich das bei höheren Versicherungsprämien gut überlegen. Dies entlastet auch den Staatshaushalt, denn die Beseitigung der größten Hochwasserschäden an Gebäuden müsste nicht mehr von der öffentlichen Hand bezahlt werden. Doch dafür muss die Politik den Rahmen schaffen - rechtzeitig bevor das nächste Hochwasser kommt.