Ein Beben - nichts anderes kann es geben, wenn am Sonnabend das Endspiel in der WM-Qualifikation zwischen den deutschen und den polnischen Handballern in Magdeburg steigt. Auch auf den Rängen sind all jene gefordert, die das Team von Bundestrainer Heuberger emotional nach Katar begleiten wollen. Das Hinspiel hat die Hoffnung auf ein glorreiches Ende der Entscheidungsspiele genährt, es hat aber auch gezeigt, was im Handball möglich ist.

Die Polen gehen mit einer Führung, aber keinem Polster in die Partie. Wer sich davon beruhigen lässt, hat den Sport nicht verstanden. Wer die Qualifikation zur WM bereits als Sieg der Deutschen abhakt, hat dieses Team in den vergangenen Jahren nicht beobachtet. Es fehlt ihm noch die Konstanz, die eine DHB-Auswahl 2007 zum Weltmeistertitel geführt hat. Aber es hat sich unter Heuberger über einen steinigen Weg aufgemacht, an die einst großen Erfolge anzuknüpfen. Und es kann sich gegen Polen erstmals belohnen - dafür muss die Platte in Magdeburg beben.