Travis Kalanick heißt der Mann, vor dem die Taxibranche zittert. Am Mittwoch gab es in vielen europäischen Städten Proteste gegen sein Unternehmen, den Taxi-App-Dienst Uber. Kalanick kennt derlei Aufregung von seinem amerikanischen Heimatmarkt. Er lässt sich davon wenig beeindrucken. Seine Devise lautet: Vorstoßen, Nutzer gewinnen und Widerstand auf sich zukommen lassen.

Der kommt, weil die Angst der bodenständigen Wirtschaft vor neuen innovativen Internet-Unternehmen groß ist. Zimmervermittler Airbnb eckt regelmäßig bei der Hotelindustrie und Politikern an. Diese App-Dienste lehren uns, dass letztlich der Verbraucher entscheidet, was funktioniert und was nicht.

Internet-Unternehmen müssen sich aber an geltende Gesetze halten. Wenn von Uber vermittelte Fahrer mit ihren Diensten Geld verdienen, befördern sie gewerbsmäßig Personen. Der Aufschrei der Taxibranche ist verständlich. Denn viele Vorschriften verkomplizieren ihr Geschäft. Die Politik ist gefragt, die Eintrittsbarrieren für Personenbeförderung neu zu definieren. Verändert sich nichts, kommt Uber trotzdem und entwickelt als querdenkendes Unternehmen eben ein neues Konzept.