Zusätzlich 28 Millionen Euro für Sachsen-Anhalt - heißa, das ist eine gute Nachricht! Endlich kann die Regierungskoalition das tun, was jeder Politiker am liebsten tut: Geld ausgeben. Das klingt hämischer, als es gemeint ist. Denn natürlich ist es ein zutiefst menschlicher Wunsch, Wohltaten zu verteilen. Und zugleich gibt es jede Menge Bildungseinrichtungen, die wirklich dringend Geld brauchen.

Das gilt für Schulen ebenso wie für Hochschulen. Die Frage der richtigen Verteilung, die ab Montag bei der Klausurtagung im Harzer Luxushotel Schindelbruch geklärt werden soll, haben die Sachsen bereits pragmatisch gelöst: Sie machen halbe-halbe. Wie auch immer das Verhältnis in Sachsen-Anhalt aussehen wird: Entscheidend ist, dass Projekte mit Langzeitwirkung profitieren. Nicht das Großlabor, das in fünf Jahren leersteht, weil die dazugehörigen Studiengänge gestrichen werden. Kein Gebäude, das bei der nächsten Strukturplanung plötzlich überflüssig wird.

In jedem Fall ist bemerkenswert, wie sich in der schwarz-roten Koalition die Akzente verschieben. Vor einem Jahr endete die Klausurtagung mit einem rigiden Sparkonzept. Jetzt geht es hingegen um Zusatzausgaben: So macht Politik Spaß.