Das vorzeitige Aus von Spanien ist zwar eine absolute Sensation bei der Fußball-WM, aber auch kein einmaliges Ereignis. Schon viermal zuvor sind Weltmeister in der Vorrunde ausgeschieden. Zuletzt erwischte es Italien 2010 in Südafrika.

So unerwartet die Spanier auch scheiterten, so nachvollziehbar ist es. Die Schützlinge von Trainer Vicente del Bosque sind über den Zenit ihres Könnens hinaus, Stars wie Xavi, Iniesta Co. in die Jahre gekommen und junge nach- rückende Talente nicht rechtzeitig integriert worden.

Und es werden schmerzhafte Erinnerungen wach an die Champions League. Auch Bayern Münchens Coach Pep Guardiola musste gegen Real Madrid erkennen, dass Ballbesitz allein, ohne Zug zum Tor, nicht reicht.

Spanien kann sich damit trösten, zum Leidwesen vieler namhafter Gegner über Jahre hinweg grandiosen Fußball geboten, die Konkurrenz beinahe beherrscht zu haben. Diese Ära ist nun vorbei, und es folgt eine neue.