Das Gerangel um einflussreiche und gut bezahlte Posten bei der EU geht munter weiter. Zwar hat SPD-Chef Gabriel seinen ambitionierten Parteifreund Schulz zurückgepfiffen. Nix ist es mit Vize der EU-Kommission.Dennoch soll er bleiben, was er ist: Präsident des Straßburger Parlaments.

Gabriel hat zu Recht erkannt, dass die Sozialdemokraten einen fortgesetzten Streit um die Zukunft von Schulz nur verlieren können. Zu klar haben die Union in Deutschland und die Konservativen europaweit die Wahl gewonnen. Also ist das Nachgeben nichts anderes, als sich den machtpolitischen Gegebenheiten anzupassen.

Doch das Geschacher hat damit längst kein Ende gefunden. Am heutigen Sonnabend wollen die führenden europäischen Sozialdemokraten in Paris ihr Personalpaket schnüren. Denn es sind auch noch so gut dotierte Posten wie der des Ratspräsidenten und der EU-Außenbeauftragten zu vergeben.

Unterm Strich gilt aber: Die Chancen für CDU-Mann Oettinger auf weitere fünf Jahre als Kommissar in Brüssel sind stark gestiegen. Oder Kanzlerin Merkel zieht doch noch ihren Edeljoker McAllister.