Welch ein Eingeständnis der Ohnmacht, wenn Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärt, für einen militärischen Einsatz der USA gegen die Terrorgruppe Isis im Irak sei kein Mandat des Sicherheitsrates erforderlich! Gerade angesichts der Gefahr eines Flächenbrandes im Nahen Osten durch den Vormarsch der Dschihadisten im Irak sollte sich die Weltorganisation an ihren Gründungsauftrag unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs erinnern.

Wo bleibt also die Initiative aus dem New Yorker Uno-Hauptquartier (nach der Arabischen Liga zu rufen, wäre ohnehin sinnlos, da diese sich durch ihre inneren Antagonismen selbst blockiert)? Was tut die Uno, um nicht nur das Blutvergießen zu beenden, sondern neue Grundlagen für Frieden und Stabilität in der Region zu legen? Luftschläge oder ein Bodenkrieg der USA können die Lösung nicht sein, lehrt die Geschichte. Warum beruft Ban nicht eine Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten unter Einbeziehung aller Akteure ein?