Wenn der Staat den Bürger zwingt, für Risiken vorzusorgen, ist das ein starker Eingriff in seine Freiheit. Das mag erlaubt sein, wenn es wie bei der Haftpflicht oder den Sozialversicherungen darum geht, Schäden für andere oder für die Allgemeinheit abzusichern.

Bei der Sicherung des eigenen, individuellen Risikos sollte der Staat sich raushalten. Denn mit dieser Logik könnte der Staat jeden Familienvater zwingen, eine Lebensversicherung abzuschließen. Zwangsriestern gegen Altersarmut wäre plötzlich ein probates Mittel.

Fast jeder kann sich freiwillig gegen Überschwemmungen und andere Naturereignisse versichern. Das würden wahrscheinlich auch viel mehr Hausbesitzer tun, wenn sie nicht erleben würden, dass der Staat freiwillig auch die Schäden übernimmt, die leicht zu versichern wären. Auch hier sollte der Staat sich raushalten und nur bei unverschuldeten Notlagen helfen.