Der Landesverband der eurokritischen AfD in Sachsen-Anhalt gibt weiterhin ein zerrüttetes Bild ab. Daran konnte auch der Parteitag am Wochenende nur wenig ändern.

Parteichef André Poggenburg steht vor einem Berg von Aufgaben, hat mit 62 Prozent der Stimmen aber nur ein schwaches Vertrauens-Votum erhalten. Ob es ihm gelingt, die Grabenkämpfe zu beenden, ist fraglich. Schnellstens muss er auch dafür sorgen, dass die Basis Einblick in die Finanzen bekommt. Für einen seriösen Parteivorstand gehört es sich, Rechenschaftsberichte vorzulegen. Dass die alten Vorstände hierzu bislang nicht im Stande waren, lässt tief blicken. Für das Land stellt die AfD vorerst keine wählbare Alternative dar. Denn zur eigentlichen politischen Arbeit sind die hiesigen Eurokritiker aufgrund der vielen Querelen noch gar nicht gekommen, das räumte selbst Poggenburg ein. Trotz starker Europa- und Kommunalwahlergebnisse bleibt also abzuwarten, ob sich die AfD langfristig etabliert.