Für die Grundschulen im Land steht eines schon jetzt fest: Die ab diesem Sommer geltenden Mindestschülerzahlen haben keine Zukunft. Zwei Szenarien sind möglich. Variante 1: Obwohl Grundschulkinder dann noch rarer sind als heute, werden die Mindestzahlen 2017 angehoben. So steht es in der gültigen Verordnung von Kultusminister Stephan Dorgerloh. Variante 2: Die Mindestzahlen spielen keine Rolle mehr, weil kleine Dorfschulen als Außenstellen größerer Schulen geführt werden dürfen. Einiges spricht dafür, dass es so kommt.

Die CDU will die Schulverbünde ermöglichen und hat das bereits vor der Kommunalwahl versprochen. Bei der SPD sind es die miesen Ergebnisse ebendieser Wahl, die die Partei zum Grübeln bringen. Parteichefin Katrin Budde hat bereits laut darüber nachgedacht, ob es Korrekturen in der Schulpolitik braucht. Die Normal-Schule mit einheitlichem Standard wäre dann dahin. Vielen Eltern ist aber ein kurzer Weg zur Schule deutlich wichtiger.