Die Auflagen der Europäischen Kommission, die O2 nach der Übernahme von E-Plus durchführen muss, sind nichts wert. Ein Blick nach Österreich genügt dafür. Auch dort hatte die Kommission eine Fusion von Hutchison und Orange mit ähnlich harten Auflagen gebilligt. Doch in der Alpenrepublik stiegen die Preise um bis zu 42 Prozent. Wenn nicht erneut ein derartiges Fiasko eintreten soll, müssen die Wettbewerbshüter neue Unternehmen gezielt fördern und ihnen den Zugang zur Netzinfrastruktur erleichtern.

Für die Kunden in Deutschland ist die Übernahme eine schlechte Nachricht. Mit E-Plus verschwindet ausgerechnet der Mobilfunkanbieter vom Markt, der in den vergangenen Jahren die Preise unten hielt.

Die Vorstände von Telekom und Vodafone werden sich angesichts der Fusion die Hände reiben. Aus vier Wettbewerbern auf dem deutschen Markt werden drei. Es gibt weniger Konkurrenz. Die drei großen Mobilfunkanbieter können kräftig an der Preisschraube drehen.