Rund ein Jahr wird sich ein Untersuchungsausschuss noch einmal mit der unappetitlichen Edathy-Affäre beschäftigen. Aber was sollen die Parlamentarier eigentlich noch herausfinden? Ob Sebastian Edathy gewarnt worden ist? Edathy war schon gewarnt, bevor SPD-Chef Sigmar Gabriel die Info bekommen hat, dass gegen ihn ermittelt wird. Die Presse hatte darüber berichtet, dass sein Porno-Dealer in Kanada hochgegangen ist und auch bei deutschen Kunden Polizeibesuch anstehen könnte.

Warum die Polizei so spät bei ihm war? Die Frage kann man auch im Falle von vielen anderen Kunden stellen. Vermutlich hätte sie wegen nicht eindeutig pornografischer Bilder gar nicht ermittelt, wenn nicht bekannt geworden wäre, dass es sich um einen Prominenten handelt. Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hätte nicht plaudern dürfen und ist zurückgetreten. Edathy ist persönlich vernichtet.

Was bleibt also noch? Ein überflüssiger Untersuchungsausschuss.