Zwischen Arendsee und Zerbst läuft es auf dem flachen Lande häufig so: Erst verschwindet die Schule, dann der Laden und schließlich der Doktor. Die letzten jungen Leute gehen weg, die Alten müssen sehen, wie sie irgendwie zurechtkommen. Bleibt alles im Ort dem Selbstlauf überlassen, verödet er schließlich.

Um diese Entwicklung zu bremsen und womöglich umzukehren, ist die Förder-Offensive für Jungmediziner ein wichtiger Schritt. Doch zugleich ein hartes und teures Geschäft. Studiengeld gegen Praxiseröffnung - das ist die Formel, die nicht automatisch aufgeht. Viele künftige Mediziner wollen sich Annehmlichkeiten der Großstadt nicht abkaufen lassen. Dort ist aber die Praxisdichte so hoch, dass die Verdienstaussichten schwinden.

So ist es jeden Versuch wert, die Studenten der sachsen-anhaltischen Universitäten hier zu halten. Auch die aus dem Westen übrigens. Eine Ärzteschmiede für andere zu sein, kann sich Sachsen-Anhalt nicht leisten.