Dass die Pkw-Maut für alle Straßen gilt, ist richtig. Denn nicht nur Autobahnen brauchen einen neuen Belag, an vielen Landstraßen und Brücken bröselt es ebenso. Allein Sachsen-Anhalt braucht jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich, um den Reparatur-Stau aufzulösen.

Da die Mauthöhe sich ohnehin am Modus der Kfz-Steuer ausrichtet (Hubraum, Pkw-Alter), wäre es konsequent, die Steuer zu beerdigen und das Bezahlsystem ganz auf eine Straßenabgabe umzustellen. Erster Vorteil: Eine Abgabe ist im Gegensatz zur Steuer zweckgebunden, stünde ganz dem Straßenbau zur Verfügung. Zweiter Vorteil: Die Behörden müssen nicht -zig Millionen Vignetten an deutsche Autofahrer verschicken, denn ohne Vignette gäbe es keine Zulassung. Freilich: Um die Einnahmen nicht zu schmälern, würde es für Ausländer teurer. Urlauber können aber Tagesvignetten kaufen. Und: Selbst die Jahresgebühr läge dann vielleicht bei maximal 250 Euro. Das sind drei Tankfüllungen - also verkraftbar.