Ein eigener Haushalt für die Eurozone, 300 Milliarden EU-Geld für die Konjunktur - der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schreckt nicht nur Großbritannien. Er wird auch den Einfluss der wirtschaftsstarken Nordländer wie Deutschland und Finnland weiter schwächen. Kanzlerin Angela Merkel setzt auf Selbstverantwortung der Staaten und Stabilitätspakt. Aber sie hat kaum noch Alliierte. Juncker setzt mehr auf eine gemeinsame Verantwortung der Eurozone und EU-finanzierte Konjunkturpakete. Und die Südländer - allen voran Frankreich und Italien - wollen obendrauf Staatsschulden machen, aber keine harten Reformen. Merkel wird es künftig schwerer haben.