VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist 77 Jahre alt. Es würde zu diesem Mann passen, wenn er in den ihm verbleibenden Jahren der größte Autobauer der Welt werden möchte.

Das eben erst zusammengewürfelte Firmenkonglomerat Chrysler-Fiat wäre freilich ein zu großer Happen. Sein Management würde sich daran verschlucken.

Die Integration der unterschiedlichen Marken, Standorte und Firmenkulturen in die schon recht komplizierte VW-Firmenstruktur wäre noch schwieriger als der Versuch, Chrysler zu einem Teil der Mercedes-Welt zu machen. Ein Versuch, der grandios gescheitert ist.

Auszuschließen ist aber wohl nicht, dass Piëch nach einzelnen Marken greift. Ein mit Porsche- oder Audi-Technik aufgepeppter Alfa Romeo könnte zum Beispiel den Mythos der Marke wieder aufleben lassen. Und Fiat-Chrysler braucht Geld. 300.000 Autos mehr muss Piëch im Jahr verkaufen, um der Größte zu werden. Wenn er den Alfa-Absatz verdreifacht, wäre das Ziel erreicht.