Würde zum Beispiel ein Gemeindewehrleiter eine Rechnung aufmachen, käme er sicherlich auf mehr als die 150 bis 200 Euro im Monat, die als Entschädigungen üblich sind. Die meisten tragen ihre Sachkosten auch noch selbst. Fahrtkosten, Telefon oder Mail zahlen sich so nebenbei. Abende und Wochenenden gehen drauf. Und er trägt echte Verantwortung. Niemand engagiert sich so stark wegen ein paar Euro. Es ist die Freude an der Verantwortung, am Mitgestalten, an gemeinsamer Arbeit und die Anerkennung des Umfeldes, die zum Ehrenamt motivieren.

Leider gibt es immer weniger, die sich so motivieren lasssen. Und immer weniger Junge haben Zeit für das Ehrenamt, weil Beruf und Familie anspruchsvoller geworden sind.

Es ist gut, dass es jetzt in vielen Kreisen ein paar Euro mehr gibt. Eine kleine Anerkennung. Aber das wird nicht dazu führen, dass mehr Menschen ins Ehrenamt drängen. Das Ehrenamt bleibt unbezahlbar.