Der Krieg in Gaza wird keinen Sieger hervorbringen. Umso wichtiger ist es, dass die internationale Gemeinschaft Israelis und Palästinenser zurück an den Verhandlungstisch holt, um das sinnlose Blutvergießen zu stoppen.

Damit das gelingt, bedarf es aber neuer Ansätze von Diplomatie. Die USA müssten - notfalls über einen EU-Vermittler - Kontakt zur Hamas aufnehmen. Die gescheiterten Gespräche von US-Außenminister John Kerry krankten auch daran, dass die Palästinenserbewegung in Gaza außen vor blieb. Der Verweis, dass es sich um eine Terror-Gruppe handele, greift zu kurz, denn die Hamas kontrolliert eben schon seit Jahren den Gaza-Streifen. Und ohne sie wird es keinen langfristigen Frieden geben.

Ferner müssten die USA darauf hinwirken, die Hardliner in der israelischen Regierung zu mäßigen. Im Zweifelsfall mit Hilfe aus Moskau. Denn viele der Hardliner, die Israels Premier Benjamin Netanjahu vor sich her treiben, pflegen gute Beziehungen zum Kreml.