Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko steckt in einem doppelten Dilemma. Seine Armee ist zu schwach, um einen schnellen Sieg gegen die schwer bewaffneten russischen und prorussischen Kämpfer zu erringen. Andererseits hat er keine Verhandlungspartner. Die Führer der Separatisten sind Männer wie die Russen Igor Girkin und der "Premierminister der Volksrepublik" Alexander Borodaj.

Aus europäischer Sicht nationalistische Spinner, die für die "Heilige Rus" kämpfen. Überzeugungstäter, die Wladimir Putin schon auf der Krim und in Transnistrien benutzt haben soll. Es handelt sich nicht um Politiker, mit denen um Teilautonomie und Frieden verhandelt werden könnte. Sie treffen auf eine zumindest im Westen der Ukraine eher europäische, postheroische Gesellschaft, für die der Tod für das Vaterland keine zumutbare Forderung mehr ist. Solange Putin will, werden seine "Heiligen Krieger" weitermachen. Die Ukrainer murren schon jetzt über die zu großen Opfer.