Die Forderung, Fußballvereine für Polizeieinsätze zur Kasse zu bitten, gibt es seit Jahren. Doch ändern wird sich nichts. Warum?

Erstens: Die echten Problemfälle tauchen vor allem in den unteren Ligen auf. Die Vereine dort sind mit der finanziellen Ausstattung eines Bundesligisten gar nicht vergleichbar. Eine Finanzierung der Polizeieinsätze würde die Clubs nur in den Ruin treiben. Zweitens: In den Stadien selbst haben die Clubs eigene Ordner zu stellen. Das tun sie auch, mal mehr oder weniger gut. Doch auch hier sind die Möglichkeiten begrenzt, wenn es zum Beispiel um Festnahmen oder andere Eingriffe geht. Die Polizei muss deshalb ohnehin anwesend sein, vor allem außerhalb des Stadions. Dort gibt es die meisten Ausschreitungen. Drittens: Bezahlen müssten dann auch alle anderen Sportarten. Wo beginnt es und wo hört es auf?

Die Lösung kann deshalb nur sein: Wer randaliert, bezahlt die Zeche. Das muss viel stärker umgesetzt werden.