Dass manch Bürgermeister und Ortschaftsräte angesichts der Personalnot und dem Rückzug der Polizei aus der Fläche in Ordnungsangelegenheiten nach jedem Strohhalm greifen, ist verständlich. Helfer kann da sicher jeder gebrauchen. Aber Ehrenamtliche mit einem Dienstausweis auszustatten und als "Aufpasser" durch ihren eigenen Ort laufen zu lassen, das ist keine gute Idee.

Selbst wenn sie gut gemeint ist und die Freizeit-Ordner entsprechend geschult sein sollen. Die Gefahren sind einfach zu groß: Es drohen auf der einen Seite Denunziation und auf der anderen Seite Anfeindungen. Weder Dienstausweis noch die Versicherung der Gemeinde sind davor ausreichender Schutz. Ordnung und Sicherheit müssen Sache des Staates bleiben. Punkt. Da darf es auch keine Grauzone geben.

Sich für Ordnung einzusetzen, ist ohnehin nicht nur jedermanns Recht, sondern auch Pflicht. Da braucht es keines besonderen Dienstausweises.