Das einzig Positive vorweg: Israels Premier Benjamin Netanjahu zieht endlich das Militär aus dem Gazastreifen ab. Damit hat das sinnlose Sterben im Heiligen Land hoffentlich ein Ende gefunden.

Die Bilanz des vierwöchigen Kriegs ist jedoch verheerend - für Israelis wie für Palästinenser. Netanjahus Truppen haben es nicht vermocht, den Gaza-streifen zu demilitarisieren, das zentrale Kriegsziel wurde verfehlt. Ferner bezweifeln selbst israelische Sicherheitsexperten, dass alle Terror-Tunnel, die nach Israel führen, zerstört wurden. Für die israelische Bevölkerung bleibt die Sicherheitslage somit unverändert prekär. Die Palästinenser bezahlen wiederum einen hohen Blutzoll - mehr als 1800 Menschen kamen im Bombenhagel um.

Nicht weniger traurig als der Krieg selbst sind die Zukunftsaussichten: Weder Israelis noch Palästinenser sind bereit, sich selbst einen Gefallen zu tun und endlich Frieden zu schließen.