Sachsen-Anhalts FDP will den Landesvorsitzenden erstmals in ihrer Geschichte von der Parteibasis bestimmen lassen. Eine Einbeziehung der 1450 Mitglieder in diese auch mit Blick auf die Landtagswahl 2016 wichtige Personalentscheidung könnte den schwer angeschlagenen Liberalen neuen Schwung verleihen. Die Mitglieder werden ernstgenommen und somit motiviert. Und die derzeit drei Bewerber sind gefordert, sich der Partei in einem offen ausgetragenen Wettkampf zu stellen. Die öffentliche Diskussion über Personen und Themen bietet auch die Chance, das Profil der Partei zu schärfen.

Voraussetzung für ein Gelingen des Mitgliederentscheids ist aber, dass der Wettbewerb fair und sachlich ausgetragen wird. Die Aussichten sind gar nicht mal so schlecht. Denn die Favoriten für den Landesvorsitz, Parteivize Lydia Hüskens und der langjährige Fraktionschef Veit Wolpert, schätzen einander. Vielleicht aber sorgt Außenseiter Harald Oster für eine Überraschung. So oder so. Das Rennen ist völlig offen. Das Votum verspricht viel Spannung.