Es ist naiv zu glauben, dass ein Handelskrieg nur eine Konflikt-Partei trifft. Insofern müssen sich die Staats- und Regierungschefs der EU schon genau überlegen, ob sie sich mit Russlands Präsident Wladimir Putin ein ökonomisches Kräftemessen leisten wollen.

Obwohl bislang nur wenige Branchen von beiden Seiten sanktioniert wurden, sind die Auswirkungen schon jetzt beträchtlich. Nicht etwa nur die russische Wirtschaft nimmt Schaden, auch die exportfreudigen Unternehmen in Deutschland leiden zusehends. Der Machtkampf um Einfluss in Osteuropa könnte am Ende beiden Seiten Tausende Arbeitsplätze kosten und den Wohlstand gefährden.

Es wäre daher wünschenswert, dass sich die Kontrahenten endlich besinnen und die Lage nicht weiter eskalieren lassen. Für den Fall der Fälle sollte sich die Bundesregierung auch schon mal etwas einfallen lassen, wie sie Unternehmen unterstützt, die unverschuldet unter dem Machtkampf zu leiden haben.