Der 3D-Drucker ist das Ende der Globalisierung. Die Produkte werden dort hergestellt, wo sie gebraucht werden. Der Gedanke ist zumindest reizvoll. Aber nicht wahrscheinlich. Leistungsfähige Maschinen für Privatanwender sind nicht erschwinglich. Und das wird auch noch lange so bleiben. Industrielle Produkte werden weiterhin durch Massenfertigung hergestellt werden. Die Stärke der 3D-Drucker ist die Individualität und die schnelle Umsetzung von Innovationen.

Dennoch muss sich die Politik Gedanken machen. Raubkopien verschiedener Produkte können durch 3D-Drucker viel schneller und leichter als bisher konventionell hergestellt werden. Unklar ist zudem, wie verhindert werden kann, dass qualitativ minderwertige Produkte - etwa Autoteile - auf den Markt gelangen und so eine Gefahr für die Umwelt darstellen. Die Politik sollte hier regulieren, aber nicht verbieten. Denn sonst würde eine Technologie im Keim erstickt, die viele Chancen bietet.