Wir müssen uns daran gewöhnen. Sachsen-Anhalt wird nie Bayern oder Baden-Württemberg als Erfinderbundesland einholen. Das ist nicht überraschend. Denn im Land fehlen Großkonzerne wie Siemens oder Bosch, die mit ihren Entwicklungsabteilungen pausenlos an neuen Ideen feilen.

Aber auch in Sachsen-Anhalt gibt es sie. Die Tüftler, die sich Gedanken machen, wie sie mit ihren Erfindungen unsere Welt ein kleines bisschen komfortabler oder sicherer machen können. Das Land muss sich diese schlauen Köpfe erhalten. Sie fördern und fordern. Damit sie nicht weggehen aus dem Land, das die rote Laterne bei Patenanmeldungen in Deutschland trägt. Nur wenn deutlich mehr Mittel für Entwickler, Forscher und Labore bereitgestellt werden, kann Sachsen-Anhalt den Keller der Patentstatistik verlassen und wichtige Schritte in Richtung Zukunft nehmen. Das Kürzen von Personal und Geld bei den Hochschulen des Landes ist dabei eindeutig das falsche Signal.