Seit Jahren schreitet die Destabilisierung in Nord-Afrika und im Nahen Osten voran. Der Zerfall künstlicher Staaten geht einher mit immer gewalttätigeren Auseinandersetzungen zwischen Clans, Religionsgruppen und Terrorbewegungen. Angesichts dieser inzwischen nicht mehr neuen Entwicklung hätte der Westen längst neue Verfahren der Intervention entwickeln müssen. Dazu gehören natürlich auch Waffenlieferungen, wenn sie dazu dienen können, halbwegs funktionierende Gesellschaften wie die kurdische vor der unfassbaren Gewalt islamistischer Sektierer zu schützen.

Aber längst müsste es Verfahren geben, die sicherstellen, dass man zumindest schwere Waffen nach Gebrauch wieder einsammeln kann. Unverständlich ist auch, dass Länder wie Katar, aus denen islamistische Extremisten mit dem Segen der Regierung ihre Dollarmillionen für den Krieg beziehen, nicht mit strengsten Sanktionen rechnen müssen. Waffen allein reichen nicht, um einen grenzenlosen Bürgerkrieg zu beenden.