Der Europäische Gerichtshof hat geurteilt, dass es Altersdiskriminierung gleichkommt, wenn die Lufthansa 60-jährige Piloten nicht mehr arbeiten lässt. Drei Piloten hatten erfolgreich geklagt. Ihre streikenden Kollegen argumentieren dagegen, dass es angemessen ist, mit 55 in Rente zu gehen und 200 000 Euro im Jahr fürs Nichtstun zu kassieren. Ihre Lebenserwartung ist allein in den vergangenen 30 Jahren um etwa acht Jahre gestiegen. Es wird also immer teurer.

Neueinsteigern soll diese Frühverrentung nicht mehr gewährt werden. Es wird also noch dauern, bis sie abgeschafft ist. Zeitgemäß ist sie heute nicht mehr. Genauso wie exorbitante Lohnsteigerungen, die sich nur mit der Verweildauer am Arbeitsplatz erklären. Es ist unverantwortlich für solche Forderungen den Flugverkehr schon wieder lahmzulegen. So realitätsfern können nur Spartengewerkschaften werden. Die Piloten zeigen, wie notwendig ein Gesetz zur Tarifeinheit ist.