Über Scheinwohnsitze wurde bislang debattiert, wenn sich mal wieder ein Prominenter steuersparend ins Ausland abgesetzt hat. Es soll Fahnder geben, die dann anhand des Inhalts von Mülltonnen überprüfen, wo dessen Lebensschwerpunkt nun tatsächlich liegt.

Auch zwischen den Altmarkstädtchen Werben und Seehausen ist nun ein Streit um Scheinwohnsitze ausgebrochen. Es geht um acht Eltern, die ihr Kind partout nicht in die eigentlich zuständige Grundschule schicken wollen. Ob die kurz vor Schulbeginn noch schnell umgemeldeten Kinder tatsächlich umgezogen sind, darf man bezweifeln. Aber ist es klug, das durch einen Beobachter mit schwarzer Mütze und hochgestelltem Kragen zu überprüfen? Ganz und gar nicht. Das hat der verantwortliche Bürgermeister mittlerweile gemerkt. Allerdings sind auch alle anderen Versuche, die Kinder in die eigene Gemeinde zurückzuholen, kontraproduktiv. Die Kinder sollen bleiben, wo sie sind - um des lieben Friedens willen.