Ginge es nach dem Bundesverkehrsminister wäre bereits in drei Jahren Schluss mit DVB-T in Deutschland. Ein in jahrelanger mühevoller Aufbauarbeit eingeführter Standard wäre nicht einmal zehn Jahre nach flächendeckender Verfügbarkeit einfach weg. Mag sein, dass DVB-T kein Massenmedium ist. Aber es hat sein Publikum gefunden. Über drei Millionen Zuschauer in Deutschland. Kostenlos, gute Qualität, mobil verfügbar.

Was der Verkehrsminister ankündigt, klingt zunächst gut: Mehr und besseres mobiles Breitband. Antennenfernsehen mit mehr Sendern und in besserer Qualität. Nur verspricht die Politik etwas, was sie nicht wirklich garantieren kann. Der zögerliche LTE-Ausbau der Provider auf dem flachen Land lässt befürchten, dass auch neu versteigerte Frequenzen vor allem in Ballungsräumen zu mehr LTE-Versorgung führen. Und die Privatsender haben bisher allesamt DVB-T gemieden. Ob sich das beim Nachfolger ändert, ist zumindest fraglich.