Der Landesverband der Volkssolidarität hat in den vergangenen drei Jahren 15000 Mitglieder verloren. Damit ergeht es der Volkssolidarität nicht anders als vielen Vereinen im Land. Der Nachwuchs fehlt.

Das liegt natürlich nicht allein daran, dass wir weniger werden. Vielmehr haben viele Vereine, Kirchen und Parteien ihren Betrieb in den vergangenen Jahren nur verwaltet - und es verpasst, sich bei jungen Menschen als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens zu empfehlen. Diese Generationen organisieren sich nun lieber privat und bleiben unter sich. Das Vereinsheim ist häufig nur noch etwas für ältere Semester.

Diese Entwicklung stimmt nachdenklich. Wollen wir wirklich in dieser Gesellschaftsform leben und so alt werden? "Wir sind geboren durchs Miteinander, wir leben doch vom Füreinander", heißt es in der Hymne der Volkssolidarität. Ein schöner Wunsch. Die in den Vereinen verbliebenen Haupt- und Ehrenamtlichen haben es in der Hand, ob das bei ihnen auch noch in Zukunft gelebt wird.