Die unsinnige Pkw-Maut ist noch immer nicht vom Tisch, da treibt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schon die nächste Sau durchs Dorf. Er fordert freie Fahrt für Riesenlaster, über die schon seit Jahren leidenschaftlich europaweit gestritten wird.

Es mag ja sein, dass Güter mit Hilfe der XXL-Monster günstiger von A nach B transportiert werden können. Die Nachteile überwiegen aber. Schon gewöhnliche Lkw nutzen Autobahnfahrspuren so schnell ab, dass sie dauernd saniert werden müssen - wie soll das dann erst bei den Gigalinern werden? Experten monieren zudem, dass von den Ungetümen auch größere Sicherheitsrisiken für die anderen Verkehrsteilnehmer ausgehen.

Moderne, nachhaltige Verkehrspolitik würde darin bestehen, Güter von den ohnehin überfüllten Autobahnen auf die Schiene zu verlagern. Aber Dobrindt hat schon bei der Pkw-Maut bewiesen, dass kluge Vorschläge nicht gerade seine Stärke sind.