Die neue Schleuse Wusterwitz im Elbe-Havel-Kanal ist ein Bauwerk auf höchstem Niveau. Es ist technisch anspruchsvoll und spielt auch politisch in der obersten Liga - schließlich handelt es sich um ein Verkehrsprojekt deutsche Einheit. Ganz und gar nicht dazu passt, wie Bundesbehörden mit der Öffentlichkeit umgehen. Da bröselt seit Monaten der Beton - doch weder das Bundesverkehrsministerium in Berlin noch seine vielen Schifffahrtsbehörden in Bonn und Magdeburg halten es für nötig, ungefragt die Öffentlichkeit umfassend zu informieren. Darauf hat das Publikum aber ein Recht. Wohlgemerkt: Da stecken 60 Millionen Euro Steuergelder drin. Selbst die stark betroffenen Binnenschiffer erfahren von den Pannen nur durch den Buschfunk.

Die Schifffahrts-Behörden sind ohnehin ins Gerede gekommen. Mit ihrer selbst gewählten Intransparenz verstärken die Behörden das Bild von einer abgehobenen Obrigkeit aus längst verflossenen Zeiten.