Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin", hieß ein Erfolgsbuch vor einigen Jahren, Untertitel: "Warum Bravsein uns nicht weiterbringt". Das hat offenbar auch Udo Sträter inspiriert, den Chef der Uni Halle. Am Donnerstag will er in Magdeburg "kein braves Papier" abliefern. Keines, das Institute schließt und somit dauerhaft Kosten spart.

Genau darauf hatten sich aber alle Rektoren mit dem Ministerpräsidenten im Bernburger Frieden geeinigt. Es waren moderate Einsparungen, die im Fall von Halle deshalb größer ausfallen, weil sich die Uni seit Jahren mehr leistet als sie finanzieren kann. Sträter will sehen, wie Wissenschaftsminister Möllring reagiert. Geschickt weist der Rektor darauf hin, dass es auch in der Landesregierung Widerstand gegen einzelne Kürzungsvorschläge gibt. Das begann mit dem Ministerpräsidenten, der die Uni-Medizin für sakrosankt erklärt hat. Jetzt muss die Regierung zeigen, ob sich Bravsein lohnt - oder ob man anders doch weiter kommt.