Was in der Schul-Personalpolitik abläuft, ist kaum noch zu verstehen. Eben noch verkündet die Regierung stolz eine Einstellungsoffensive, keine drei Monate später wird offenbar, dass allein nächstes Jahr 200 Lehrer fehlen. Selbst die CDU - der Stellenbarmerei unverdächtig - vermag sich nicht vorzustellen, wie man mal so eben 200 Fehlstellen ausgleichen soll. Gesamteindruck: Note 6.

Die Zahlen seien alle bekannt, sagt Dorgerloh. Komisch nur, dass weder SPD-Finanzminister Bullerjahn noch CDU-Fraktionschef Schröder von der Brisanz der Lage wussten. Nun kann man allen vorhalten, dass sie scharf nachfragen können, wie es die Linke gemacht hat. Doch: In einer Koalition sollte es ein Grundvertrauen geben, dass Probleme offen angesprochen werden. Dorgerloh darf zwar darauf vertrauen, dass das Lehrerproblem immer irgendwie gelöst wird, da niemand Unterrichtausfall riskieren will. Er ist aber dabei, massiv Vertrauen in der Regierung zu verlieren.