Mit jedem Spitzentreffen zur Ukraine, das wie das Hornberger Schießen ausgeht, verschlechtern sich die Chancen, Frieden und alte Grenzen wiederherzustellen. Zugeständnisse der Kreml-Führung an Kiew dürfte es erst geben, wenn die Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden. Weil dazu die westlichen Staaten nicht bereit sind, bewegen sich die Verhandlungen im Kreis.

Außerdem läuft die Zeit für Verträge über russische Gaslieferungen in den Wintermonaten davon. Darum wird seit Monaten vergeblich darum gerungen. Nun ist von leichten Fortschritten die Rede. Der russische Präsident Wladimir Putin hat einmal mehr versichert, dass sein Land die Verpflichtungen erfüllt, sofern die Ukraine sich an die Regeln hält. Kiew erhält den schwarzen Peter zugeschoben. Eine Verständigung mit den Europäern, so das Kalkül in Moskau, wird es schon irgendwann geben. Anders bei der Ukraine: Das am Boden liegende Land wird nicht mehr aus den Klauen gelassen.