Das Glühbirnen-Verbot ist ein klassisches Beispiel dafür, dass eine staatliche Verordnung jedes vorgegebene oder vorgeschützte Ziel verfehlen und sehr viel Verdruss bereiten kann. Statt Umweltziele zu erreichen, hat sie einer schadstoffreichen Technik zum Durchbruch verholfen, die sich vermutlich gar nicht durchgesetzt hätte, weil bessere Lösungen schon in Sicht sind. Statt den Alltag für den Bürger zu erleichtern, zwingt man ihn anhand von Werten wie Ra, Lumen und Kelvin ein Beleuchtungskonzept zu entwickeln. Oder damit zu leben, dass seine Nachtischlampe zu hell und die Eingangsleuchte zu langsam ist. Und - im Moment scheinbar weniger aktuell - Bürokraten greifen ohne Sinn und Verstand in die Freiheit des Bürgers und des Marktes ein.

In diesem Falle gilt, was auch nicht in jedem Fall gilt: Hätte man den Bürger direkt befragt, wäre viel Ärger vermieden worden. Ärger, für den nicht die EU, sondern unsere Regierung verantwortlich ist.