Das Kinder- und Erholungszentrum (KiEZ) in Güntersberge mit seinen Eurocamps ist eine tolle Sache. Aber ein noch so guter Zweck heiligt nicht alle Mittel. Tricksereien und Betrug dürfen nicht toleriert werden. Sollten die Vorwürfe stimmen, müssen die Verantwortlichen dafür büßen. Auch wenn sie "nur" möglichst viel fürs Camp herausholen wollten, wäre ihr Vorgehen verwerflich. Jeder Tausender, der da erschlichen wurde, fehlt einer anderen Initiative. Sozial ist das nicht.

Begünstigt wurde das Getrickse auch durch die Verwaltung. Ein Verein, bei dem sich Politiker aller Couleur die Klinke in die Hand geben, gewinnt schnell an Höhe, so dass bald kein Beamter mehr so genau hinsieht und hinsehen will. Politisch schwächen wird dies Sozialminister Bischoff, in dessen Sphäre das KiEZ fällt.

Nun hat das KiEZ (endlich) einen neuen Chef. Er muss die Chance für einen Neuanfang nutzen, ansonsten versiegen die Geldquellen. Und das wäre nicht gut.