Die jüngste Prognose der Steuerschätzer bringt schlechte Nachrichten auch für Sachsen-Anhalt. Gegenüber den bisherigen Planungen muss das Land mit hohen Einnahmeausfällen rechnen.

Finanzminister Bullerjahn hat angekündigt, das Millionenloch schon bis nächsten Dienstag schließen zu wollen. Das dürfte ihm auch ohne allzu große Klimmzüge gelingen. Schließlich enthält der Entwurf für den Doppelhaushalt 2015/2016 einige Puffer. So ist zu erwarten, dass der Finanzminister weniger Geld als geplant in die Vorsorge-Elemente (Steuerschwankungsreserve, Pensionsfonds) stecken wird. Vorstellbar ist auch, dass er die geplante Schuldentilgung (derzeit 75 Millionen Euro) reduziert. Allein so kann Bullerjahn respektable Beträge "einsammeln".

Mit aller Macht festhalten wird Bullerjahn an dem Ziel, keine neuen Schulden zu machen. Und das zu Recht. Sollte diese rote Linie überschritten werden, wäre handfester Krach programmiert.