Die SPD-Linken formieren sich neu. Nun soll ein Bündnis geschmiedet werden, um mehr Einfluss zu bekommen. Als Gründungsort haben sich die Initiatoren ausgerechnet Magdeburg ausgesucht. Nur Zufall? Wohl kaum. Es ist vielmehr ein weiterer Hinweis darauf, dass starke Kräfte in Sachsen-Anhalts SPD nach der Landtagswahl 2016 auf ein Bündnis mit der Linken setzen. Vor allem Landes- und Fraktionschefin Katrin Budde liebäugelt mit Rot-Rot. Und das Beispiel Thüringen hat gezeigt, dass es ratsam ist, eine solche Allianz schon früh strategisch vorzubereiten - inhaltlich wie personell. Bei der Weichenstellung in Richtung Rot-Rot dürfte die "Magdeburger Plattform" eine wichtige Rolle spielen.

Auch die Linke ist bemüht, schon jetzt Koalitionshemmnisse aus dem Weg zu räumen. Zum Tag des Mauerfalls lobte Landeschefin Birke Bull die "mutigen Massenproteste" von Bürgerrechtlern und kritisierte das politische System der DDR. Keine Frage: Der Annäherungsprozess von SPD und Linken ist in vollem Gange.