Der Wettbewerb belebt das Geschäft. Aber er ist auch so brutal, dass ihn einzelne Anbieter nicht überleben werden. Die Fernbusbranche liefert sich einen ruinösen Preiskampf. Viele Unternehmen nehmen für ihre Strecken Ramschpreise, um einen möglichst hohen Marktanteil zu erzielen. Große Anbieter mit finanzstarken Investoren im Hintergrund werden in den kommenden Monaten noch mehr kleinere verdrängen.

Im Fernbusmarkt verdient heutzutage noch niemand Geld. Auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin müssten die Betreiber mindestens 25 statt 8 Euro nehmen. Nur so kann kostendeckend und mit kleinem Gewinn gefahren werden. Doch der Billigwahn dürfte bald ein Ende haben. Sind die kleinen Anbieter erst vom Markt verschwunden, wollen die verbliebenen Firmen Gewinne sehen. Die Preise für die Busfahrten werden steigen. Erst dann wird sich zeigen, ob Fernbusse wirklich die bessere Alternative zu Bahn und Auto sind.