Erst in eineinhalb Jahren wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Doch bereits am Sonnabend wurde der Wahlkampf eröffnet. Auch, weil zwei Termine auf denselben Tag fielen: der CDU-Landesparteitag und die von SPD-Linken gegründete "Magdeburger Plattform". Spätestens jetzt ist klar, was uns im nächsten Jahr erwartet - ein heftiger Richtungswahlkampf.

Die Union wird das rot-rote Schreckgespenst an die Wand malen. Eine sehr harte Auseinandersetzung ist vor allem zwischen Christdemokraten und Linken zu erwarten. Dagegen wird die CDU bemüht sein, die Sozialdemokraten zu schonen und das in der gemeinsamen Regierung Erreichte zu betonen. Diese Strategie überrascht nicht, da die Union nach 2016 nicht allzu viele Machtoptionen hat.

Was aber macht die SPD? Landeschefin Budde war bei Gründung der "Magdeburger Plattform" dabei, will sich aber vor der Wahl nicht auf ein Bündnis festlegen. Der Wähler soll also die Katze im Sack kaufen. Es ist zweifelhaft, ob diese Rechnung aufgeht.