Loburg will Hauptstadt des Walnussanbaus werden. Sie wissen schon, Loburg, wo Storchendame "Prinzesschen" ihren Sommersitz hatte und die Einwohner besonders sachsen-anhaltisch früh aufstehen müssen, um pünktlich zu ihrem sonstwo gelegenen Arbeitsplatz zu gelangen. Mit der Idee, sich vor der eigenen Haustür die Nuss zu geben, besinnt man sich in der strukturgeschwächten Region wieder auf eine Kernkompetenz: die Landwirtschaft. Ganz nebenbei kann die knackige Idee den sanften Tourismus ankurbeln. Klingt nach einer runden Sache.

Städtchen wie Loburg gibt es überall auf dem Land. Sie verlieren Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Grundschulen und letztlich Einwohner. In den vergangenen 25 Jahren haben viele Kommunen feststellen müssen, dass man zwar Äcker zu Gewerbegebieten machen kann, deshalb dort aber noch lange keine Firmen aus dem Boden sprießen. Für Walnussbäumchen stehen die Chancen da deutlich besser.