Wie schwer Klimaschutz umzusetzen ist, zeigt die in Deutschland gewollte Energiewende. Seit Kanzlerin Angela Merkel vor gut dreieinhalb Jahren den Atomausstieg verkündet hat, will der notwendige Umbau zur Stromversorgung noch nicht so recht klappen.

Was im Kleinen schwierig ist, wird im weltweiten Maßstab zur Monsteraufgabe. Insofern hat der Klimagipfel von Lima auch viel Positives gebracht. Denn zum ersten Mal wollen sich 195 Staaten dazu verpflichten, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren und damit die drohende Erderwärmung ein wenig abzumildern.

Dem noch gültigen Kyoto-Abkommen von 2005 folgen nur noch 40 Länder. Die USA, nach China einer der schlimmsten Klimasünder, waren von Beginn an nicht dabei.

All das könnte sich nun ändern. Und deshalb ist Lima ein Fortschritt. In Aussicht steht erstmals ein Weltklimavertrag, der 2015 in Paris besiegelt werden soll. Es ist ein kleiner Schritt zum Lösen eines riesengroßen Problems.